Die Narzissenwiese

Beim Betreten des Rasenstücks, das als grüne, neutrale Fläche inmitten der unterschiedlichen Bereiche wie Gemüsegarten, Pflaumenbaum, Herbstbeetgarten , Friesenwall nebst Insektenhotel und Schwedenhäuschen fungiert und diese gleichzeitig als neutrales Zentrum miteinander verbindet, fällt dem aufmerksamen Betrachter dessen unregelmäßige Struktur auf. Der gesamte Bereich wird Jahr für Jahr mit hunderten von Narzissen bepflanzt. Zu meinem Geburtstag im September schenken mir Freunde und die Familie stets kisten – und tütenweise Zwiebeln, die dann im Herbst im Rasen versenkt werden. Da die Narzissenwiese nur abgemäht werden darf, wenn ihre Blätter verwelkt sind und sich eingezogen haben, kann ich immer erst kurz vor dem Termin des „Offenen Gartens“ im Juni die erste Mahd wagen. Dabei ragen hinterher die Stengelansätze noch aus dem Rasen heraus und das Gras ist auch noch sehr unansehnlich, da es in Bodennähe wegen des Lichtmangels im April und Mai sehr ausgeblichen ist. Doch so unschön die Narzissenwiese sich im Juni präsentiert, vom späten März bis Anfang Juni entschädigt uns der Anblick der fröhlich strahlenden Narzissen .

Da der Rasen im Laufe des Gartenjahres sehr unter der Beanspruchung durch die über tausend Gartenbesucher leidet, wird er im Herbst an den ausgetretenen Stellen mit neuer Erde bedeckt und die Rasendecke während des Sommers durch Nachsaat an den kahlen Flächen geschlossen. An den am stärksten frequentierten Stellen, wo er besonders leidet, fügte ich manchmal auch zugeschnittene Stücke von einer Rolle Rollrasen ein , den man in England als Einzelrolle im Baumarkt kaufen kann. Außerdem setzte ich vereinzelt Trittsteine.

Unter dem alten Pflaumenbaum sitzen wir gern gemütlich bei Kaffee und Kuchen beisammen oder genießen im Schein der Lampions , die im Baum hängen und des Kerzenleuchters über dem Tisch laue Sommernächte.

                

Von der Sitzgruppe aus fällt der Blick auf das Schwedenhäuschen und den

Buchentunnel, durch den ein gepflasterter Weg hinunter zum Klostergarten führt.

Rechts fällt der Blick auf den Gemüsegarten und links liegt , verborgen hinter einem Perückenstrauch und einem Amberbaum, der Herbstbeetgarten.

 

Vor dieser Hecke, und etwas nach hinten versetzt neben dem Pflaumenbaum, versteckt sich eine weitere Tür, die durch einen kleinen Vorbau geschützt wird. Durch sie gelangt man an ebenfalls zu dem gepachteten Gartenteil, doch ist dieser Bereich mit einem kleinen Sitzplatz, einer Feuerstelle, einem Hortensienbeet und einem dekorativen alten Fahrrad, das stets Blumenschmuck trägt, ausgestattet.